Die Fischaufstiegsanlage in Altengronau

Im Sinngrund ist ein neues Highlight entstanden

Nach gründlicher Planung ist in Altengronau an der Wehranlage des Kleinkraftwerks Fuß eine Fischaufstiegsanlage in Form eines Beckenpasses verwirklicht worden.

Hier das Wehr im letzten Jahr.
Dieses Wehr bedeutete bisher ein unüberwindliches Hindernis für das Wanderverhalten verschiedener Fischarten.

So sieht es nach der Fertigstellung aus.

Viele heimische Fische konnten bisher die Wehranlage nicht überwinden, die Bestände nahmen ab, manche Arten verschwanden im laufe der Zeit. Diese Fische benötigen in unterschiedlichen Lebensphasen und Jahreszeiten verschiedene Strukturen im Gewässer. Brutentwicklungsplätze, Fraßplätze und Wintereinstände sind oft viele Kilometer weit von einander entfernt und erfordern den freien Durchgang. Die hier vorkommenden Fische sind sehr anspruchsvoll was die Funktion einer Fischaufstiegshilfe betrifft, leichte Auffindbarkeit des Einstiegs, starke Dotation im Verhältnis zum Gesamtabfluß und in den einzelnen Becken ein großes Wasservolumen, um den Fischen den Aufstieg zu erleichtern.
Wir sind der Überzeugung, dass diese Erfordernisse in vorbildlicher Weise erfüllt sind. Fische haben nach unseren Beobachtungen die Anlage schon angenommen.
Natürlich ist in diesem Bereich das Fischen und Betreten verboten um Störungen zu vermeiden und um den Aufwuchs der Vegetation nicht zu gefährden. Es erfolgt eine Beschilderung mit entsprechenden Regelungen.

Das Gesamtbild wird sich sicherlich harmonisch in die Landschaft einpassen, wenn sich nach 1-2 Jahren die Vegetation gebildet hat.
Allen Beteiligten sagen wir herzlichen Dank für Ihre Bemühungen zur Verwirklichung dieses ökologischen Vorzeigeobjekts, insbesondere:

Herrn Bürgermeister Carsten Ullrich der Gemeinde Sinntal, sowie den Herren Neureder und Maier vom Bauamt Sinntal.
Herrn Dipl. Ing. Andreas Herz, Regierungspräsidium Darmstadt, Staatl. Umweltamt Frankfurt obere Wasserbehörde.
Herrn Dr. Christian Köhler, Regierungspräsidium Darmstadt obere Fischereibehörde.
Herrn Dipl. Geogr.Torsten Metzger und Herrn Dipl. Ing. Jens Gramatzki vom Öko u. Planungsbüro Gelnhausen.
Herrn Schachtmeister Maik Hoffmann von der ausführenden Firma Landschaftsbau R+N Rosslau GmbH.
Herrn Rainer Hennings vom Verband Hessischer Fischer Wiesbaden.
Herrn Ernst Fuß Wasserechtsinhaber und Kleinkraftwerksbetreiber.
Natürlich auch Allen hier nicht genannten die wohlwollend unterstützt haben, ebenfalls herzlichen Dank.

Hier noch einige Bilder aus der Bauzeit:

Das Wehr wurde freigegraben und der Wehrgumpen abgefischt.

Viele Kleinfische und auch ein paar größere wurden gerettet.

Das Restwasser für die Ausleitungsstrecke.

Basaltbrocken für die Wasserbecken. Die Betonelemente, die das Bachbett von der Aufstiegsanlage trennen sind schon montiert.

Der Einlauf, der auch das Mindestwasser regelt.

Die ersten Becken werden modelliert.

Nun ist die Anlage fast fertig.

Die Becken aus der Nähe.

Der Einlauf und das (fast) trockene Wehr daneben.

Blick nach unten.

Und nach oben.

Herr Schachtmeister Maik Hoffmann von der ausführenden Firma Landschaftsbau R+N Rosslau GmbH,
Herr Dipl. Ing. Andreas Herz Regierungspräsidium Darmstadt, Staatl. Umweltamt Frankfurt, Obere Wasserbehörde und
Herrn Dipl. Ing. Jens Gramatzki vom Öko u. Planungsbüro Gelnhausen

Hier noch zwei Artikel von Frau Cordula Betz, die in lokalen Tageszeitungen erschienen sind:

23. Juli 2009 und 31. Juli 2009