Hier finden Sie in loser Folge aktuelle Nachrichten rund um die Sinn und die ARGE-Sinntal.


09. Dezember 2006

Nicht nur die Bieber sind im Winter aktiv.

Zwei unentwegte Gesellen genossen einen milden und windarmen "Wintertag" an der Sinn.

Und auch die Fische zeigten sich kooperativ, wenn es auch keine Riesen waren.

Die Bachforellen und Äschen sind noch da, aber die dicken Döbel haben sich versteckt.


13. Oktober 2006

Am 13. Oktober 2006 wurde das Äschenprojekt nach fünf Jahren erfolgreich abgeschlossen. In Kooperation mit unserem Fischzüchter Lothar Keidel ist es gelungen, die Äschen der Sinn künstlich zu vermehren und damit den Bestand zu sichern. In einem feierlichen Festakt mit vielen Gästen aus Politik, Fischerei und Presse wurden 5000 Jungäschen in die Hessische Sinn bei Altengronau und in die Schmale Sinn eingebracht.

Der Pächter und Initiator des Äschenprojektes, Alfred Schmidt, begrüßt die Gäste.

Die jungen Äschen sind quicklebendig.

Der Bürgerbeauftragte des Main-Kinzig-Kreises und der Bürgermeister der Gemeinde Sinntal beim Besatz. Daneben Peter Paulini von der ARGE-Sinntal.

Alfred Schmidt erklärt Einzelheiten des Projektes.

Hier an der Schmalen Sinn können die Jungäschen sicher aufwachsen. Einfliegende Kormorane haben kaum Chancen sie zu sehen.

Lothar Keidel trennt sich von seinen "Zöglingen".

Da schwimmen sie nun, die Hoffnungsträger der nächsten Jahre.

Welch ein Anblick.


20. September 2006

Die Bestandserfassung an der Sinn (Jahreskartenstrecke) ergab einen deutlichen Rückgang bei den ein- und zweisömmrigen Bachforellen und Äschen. Da sich aber beide Fischarten in unseren Sinnabschnitten erfolgreich vermehren, scheinen sich unsere Befürchtungen bezüglich der Kormoranschäden zu bestätigen. Es wurden allerdings erfreulich viele Fische im Reproduktionfähigen alter nachgewiesen. Auch so manche Überraschung und ein alter Bekannter warteten auf unseren Elektrofischer Lothar Keidel. Er konnte sich persönlich vom Wohlergehen der von Ihm gelieferten Bachforellen und Äschen überzeugen. Hier ein paar Eindrücke des Fischbestandes:

Eine traumhafte Äsche.

Wunderschöne Bachforelle.

Ein Kescher voll Nachwuchs!

Der Barbenbesatz aus dem Jahr 2004 trägt Früchte.

Diese Barbe misst ca. 70 cm . Da hat Alfred Schmidt schwer zu heben.

Auch die Döbel sind gut vertreten.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Kleinfische wie Bachschmerle, Elritze, Bachneunauge und Gründling. Dieser hier wurde mit der Fliege gefangen.


21. Juni 2006

Bei besten Bedingungen wurde der neu angepachtete Schluppbrunnenbach bei Zünthersbach erstmals elektrisch befischt. Der Bach wird auf einer Länge von ca. acht Kilometern von der ARGE-Sinntal betreut.

Torsten Klagges von der ARGE-Sinntal

Er fließt durch Wiesen und Wald und weist einen hervorragenden Bestand an

Bachforellen,

Koppen

und Bachneunaugen auf. Es wurden auch erstaunlich große

Raubforellen angetroffen,

wie diese beiden 43er Kannibalen.

Diese Fische wurden entnommen, um den Jungfischbestand zu schonen.


11. Juni 2006

Bei herrlichen Sonnenschein, hochsommerlichen Temperaturen aber recht hohem Abfluß (2,34m³/s in Bad Brückenau vergl.: der aktuelle Wasserstand bot die Sinn eine herrliche Fischerei.

Hier zwei wunderschöne Bachforellen, die unsere Gäste fangen konnten.

An der Schmalen Sinn wurde ein Anfängerinnenkurs der Heartland Fly Fishers veranstaltet. Neben den allgemeinen Tücken des Fliegenfischerdaseins,

erlebten die angehenden Fischerinnen auch die angenehme und gesellige Seite der Fliegenfischerei im Sinntal.


21. Mai 2006

Hallo Äschenfreunde,
gute Nachrichten aus der Rhön. Die Jungäschen gedeien vorzüglich! Unsere Erwartungen wurden von Lothar Keidel voll erfüllt.

Herzliche Grüße,

Alfred Schmidt


19. Mai 2006

Es wurden 10000 Nasen aus dem Maineinzugsgebiet in die Sinn eingebracht. Mehr dazu hier: Artenhilfsprogramm

Am Rande beobachtet: Die Schachblumen blühen an der Sinn!


17. Mai 2006

Nach dem schlimmen Umweltfrevel im März wurden die Bäume vom Verursacher wieder aus dem Gewässer entfernt.
Es ist zwar unglaublich, aber es wurden schon wieder wertvolle Uferbäume an der schmalen Sinn abgesägt und mit schwerem Gerät ins Gewässer geschoben!

Man kann nur staunen, wie viele Menschen nach gutdünken mit empfindlichen Lebensräumen seltener Tier- und Pflanzenarten umgehen.

Natürlich wurde auch in diesem Fall Strafanzeige erhoben.


21.04.06

Unser Gast Robert Pavlak hatte unter schwierigen Verhältnissen (Norwegenflieger verpasst und viel Wasser in der Sinn) trotz allem ein glückliches Händchen. In der Schmalen Sinn bei Mottgers fing er diese kräftige 49er Regenbogenforelle.

Herzlichen Glückwunsch und ein kräftiges Petri zu diesem Fang!


12.04.06

Der Kormoranschock !!

Im Rahmen unseres Projekts "Künstliche Äschenvermehrung in der Hessischen Sinn, Schmalen Sinn und Jossa" werden aus der Sinn im Ortsbereich Altengronau seit 2002 im gleichen Streckenabschnitt von ca. 400 Metern Länge (Km 32,5 bis 32,9) laichfähige Äschen entnommem und gleichzeitig die Bestandsentwicklung in diesem Teilstück dokumentiert.

Der Zeitpunkt der Laichfischentnahme war, nachdem der Laichbeginn festgestellt wurde, immer in der letzten Märzwoche bzw. in der ersten Aprilwoche.

Die Äschenbestände erhöhten sich jedes Jahr. Das absolute Entnahmeverbot und die eingebrachten Jungfische trugen dazu bei.

Bestandserhebung 03.04.2002: 69 Äschen
Bestandserhebung 27.03.2003: 107 Äschen
Bestandserhebung 26.03.2004: 153 Äschen
Bestandserhebung 31.03.2005: 430 Äschen

Bestandserhebung 12.04.2006 118 Äschen !

Insbesondere 2005 zeigten sich die erfolgreichen Bestandsaufbaumaßnahmen der ARGE-Sinntal.
Die Bestandsdifferenz zwischen 2005 und 2006 von 312 Fischen ist erschreckend, sie ist primär auf den Fraßdruck der Kormorane, die im Januar und Februar 2006 in Schwärmen mit bis zu 40 Tieren eingefallen sind, zurückzuführen.
Unter den 118 gefangenen Äschen befanden sich 41 eindeutig von Kormoranen verletzte Tiere.

Auffällig war, dass die Vögel ihre Scheu abgelegt haben, und auch im Ortsbereich von Altengronau ein Gemetzel veranstalteten. Es wurde beobachtet, dass manche Kormorane so voll gefressen waren, dass sie nicht starten konnten.

Rein rechnerisch ergibt sich folgendes Bild:

Für 2005 ergeben 430 Äschen mal 0,150 Kg ein Gesamtgewicht von 64,5 Kg. Bei einer durchschnittlichen Breite von 8 Metern mal 400 Meter Länge errechnet sich eine Wasserfläche von 0,320 Hektar. Hochgerechnet ergibt sich somit ein Bestand von ca. 200 Kg pro Hektar. Bei dem hohen Nährtieraufkommen der Sinn ist dies realistisch. Das Durchnittsgewicht von 150g errechnet sich aus der Alterspyramide.
Für 2006 bedeutet dies bei gleicher Rechnung einen Bestand von nur noch ca. 55 Kg pro Hektar.

Fazit: Unter Berücksichtigung der verschiedenen Strukturen der Sinn, im Bereich von Altengronau, müssen wir damit rechnen, dass auf den betreffenden 4 Km (3,2 Hektar) etwa 300 Kg Äschen weggefressen wurden. Entsprechende Bestandsaufnahmen werden in den nächsten Monaten Aufschluss geben.

Besonders dankbar sind wir dem Jagdausübungsberechtigten Herrn Dr. Hase und seiner verehrten Frau Gattin, die sich täglich an unseren Gewässern um die Vergrämung bemüht haben, sonst wären bei dieser Vogelinvasion die Bestände sicherlich zusammengebrochen.

Der kalte Winter 2006 führte nicht nur bei uns zu verheerenden Bestandseinbrüchen, auch unsere Nachbargewässer wurden ausgeplündert. Auffallend viele Jungvögel waren zu registrieren. Das Kormoranproblem wird seit Jahren offensichtlich von den Entscheidungsträgern vernachlässigt oder ignoriert.
Unsere Arbeit, unser finanzieller Einsatz und unser seit fünf Jahren bestehendes Entnahmeverbot werden durch falsch verstandenen Naturschutz zunichte gemacht. Letale Vergrämungen lösen das Problem alleine nicht, wenn in den Brutkolonien keine zweckdienlichen zusätzlichen Maßnahmen eingeleitet werden.
Die Kormorane sind nicht die Schuldigen. Schuld an den Schäden, die durch diese Vögel angerichtet werden, sind Vogelschützer, die nur ihr Schutzobjekt sehen, und engstirnige Politiker.


01.03.06

Ein unglaublicher Umweltfrevel hat sich an der Schmalen Sinn abgespielt:

Offensichtlich war jemand der Meinung, das Ufer der Schmalen Sinn müsste gesichert werden.

Kurzerhand wurden ca. 50 Erlen und sonstige Bäume an Bachrand gefällt,

und die Bäume zur "Uferbefestigung" verwendet.

Ohne Rücksicht auf die Natur und den Lebensraum Bach und Ufer wurde hier nach alter Väter Sitte gehandelt,

natürlich ohne eine Genehmigung einzuholen oder den Gewässerpächter zu informieren.

Wie schon bei anderen Ereignissen an der Schmalen Sinn (z. B. Gülleeinleitung) wurde auch diese Tat bei den zuständigen Behörden angezeigt. Der Täter ist ermittelt und ein Verfahren gegen ihn läuft.